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Jahresbericht Nr. 34 von 1903:
· Dr. Ponfick: wichtigstes Ereignis des verflossenen Jahres: Begründung einer Zentralstelle der Gefängnisvereine in der Provinz Hessen-Nassau am 14 April 1902; Geschäftsführung der Verein in Kassel
· So haben wir uns im vergangenen Jahre große Mühe gegeben, dem am 27. April 1872 hier zum Tode verurtheilten und dann zu lebenslänglichem Zuchthausbegnadigten H. V. aus Bockenheim, dem man jetzt die gänzliche Begnadigung in Aussicht gestellt hatte, wenn er eine geeignete Unterkunft nachweise, diese zu verschaffen. Nachdem wir sie in einer anscheinend einwandfreien ländlichen Stelle gefunden, erfuhren wir, daß die Begnadigung abgelehnt worden sei!
· Herr Gefängnispfarrer Dr. pihl H. Seyfarth in Hamburg hat Verbindungen angeknüpft, welche die Arbeitsbeschaffung für manchen entlassenen Gefangenen in fremden Ländern erhoffen läßt. Nicht in Verbrecherkolonien oder dergleichen Veranstaltungen soll nach diesem Plan der Bestrafte, der ein neues ehrbares und arbeitsames Leben zu beginnen bestrebt ist, untergebracht werden, sondern als einzelner freier Arbeiter soll er eine Stellung erhalten und die Bedingungen vorfinden, um sich in ihr vorwärts zu bringen.
· Der
Holzhof für Arbeitslose (am hiesigen Staatsgüterbahnhof gelegen)...hat sein erstes Geschäftsjahr wegen ungenügendem Holzabsatzes mit einem Fehlbetrag geschlossen, so daß wir genötigt waren den für diesen Fall zugesagten Betrag von Mk 500.- dorthin zu zahlen.
· Auch die auf dem Burgberg bei Bieber im Vorspessart errichtete Trinkerheilstätte rechnet auf unsere Beteiligung an den Kosten des Grundstücks- und Hausankaufes, sowie der Instandsetzung und ersten Einrichtung der seit Langem als ein dringendes Bedürfniß erkannten Anstalt.
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