|
Jahresbericht Nr. 28 von 1897:
· Die Vereinthätigkeit ist auch im abgelaufenen Jahre eine sehr rege gewesen. Mit der Unterbringung und Besserung von 44 Jugendlichen haben wir uns eingehend befaßt, etwa 150 entlassenen Bestraften haben wir zu neuer ehrbarer Arbeit zu verhelfen uns bemüht, die Noth der Familien von 135 Verhaftetenhaben wir gelindert und sonst noch gar Manches gewirkt und erstrebt, wovon der Kassenbericht kaum eine Andetung zu geben vermag.
· Ein Frauenhaus ist in Planung.
· Weit öfter als früher (einer allgemeinen ministeriellen Weisung entsprechend) sind uns Arbeitsverdienstgelder hierher entlassener Gefangenen von der Strafanstalt übersandt worden, damit wir die passende und allmählige Verwendung dieser Beträge überwachten.
· Eine
Schreibstube für schreibgewohnte Strafentlassene wird vom Armenverein eingerichtet. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass sie später, wenn sie sich bewährt haben, eine gute Anstellung finden werden.
· Neuerdings ist die Verbringung von Verbrechern aus Deutschland nach dessen Kolonien von verschiedenen Seiten anempfohlen worden theils zur Besiedlung und Bebauung menschenleerer fruchtbarer Gebiete theils zur Entlastung der heimischen Strafanstalten und der übervölkerten Wohnorte.
· Pfarrer Reuß am Strafgefängnis in Preungesheim nimmt in der Generalversammlung dazu Stellung. Erist in dieser Sache schon hervor getreten.
zurück |