Zum hundertjährigen Bestehen des Frankfurter Gefängnisvereins[1] 1968

„So gleichberechtigt, wie in der Freien Stadt die Bürger miteinander lebten, wirkten auch in dem Vertrauensausschuss neben zwei Geistlichen der beiden christlichen Konfessionen, ein Schuhmacher, ein Gastwirt, ein Glaser und ein Advocat zusammen. Die Mitgliederliste, die dem ersten Jahresbericht von 1870 angefügt ist, weist 115 Personen, 8 Damen und 107 Herren aus. Die Berufsangaben der Herren lassen erkennen, dass das Engagement für die Gefangenen quer durch alle Berufsgruppen der Stadt Frankfurt ging: 37 Kaufleute, 15 Geistliche (12 ev., 3 kath.), 6 Juristen, 6 Gerichtsbeamte, 9 Städtische Beamte (4 Verwaltung, 3 Polizei, 2 Gefängnis), 6 Rentner, 5 Handwerker, 5 Banquiers, 5 Lehrer, 6 Fabrikanten, Ärzte, Buchhändler (je 2), je ein Gastwirt, Organist, Apotheker, Literat, Actuar der israelitischen Gemeinde.“


 

[1] Eine Kurzfassung dieses Textes wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung des Landeszusammenschlusses für Straffälligenhilfe in Hessen am 27.11.1968 in Frankfurt am Main vorgetragen. Die erweiterte Fassung ist mit aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens des Landeszusammenschlusses dem von seiner Gründung an tätigen Ersten Vorsitzenden Herrn Prälat Schmand – Fulda, gewidmet.

 

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